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Christian Ehetreiber im Porträt

Neugier und Wissensdurst prägen mein Leben seit der Kindheit. Aufgewachsen in der Großfamilie mit Zimmereibetrieb, großflächigem Nutzgarten und Hühnerhof bot dieses Ambiente einen Abenteuerspielplatz mit Lernräumen fürs Leben. In der Nachbarschaft gehörten noch eine Tankstelle, eine Tischlerei, der Kehrwald und eine Schiwiese zu unserem Revier. Hubert Liess, selig, Mechaniker und Nachbar, baute uns einen Schilift mit einem VW-Käfer-Motor und einer einfachen Seilrolle! Die Torstangen vom Haselnussstrauch schnitten wir mit dem Taschenmesser für packende Schirennen! Kinderherz, was willst du mehr?

 

Ich bin zeitlebens ein neugieriger, wissbegieriger Wandersmann durch zahlreiche Soziotope geblieben. Die Mitarbeit in verschiedenen Rollen ermöglichte mir den Erwerb einer Fülle an Fähigkeiten. Zuerst als Lernender, später als Lehrender und als Führungskraft konnte ich viel davon weitergeben! Wertvolle Erfahrungen in unterschiedlichen Soziotopen - als produktiver Humus - formen bis heute meine Biografie.

 

Aus meinen Wanderungen in vielen Berufsfeldern entstand eine praxistaugliche Werkzeugkiste an Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen. Diesen Schatz teile ich gerne mit meinen Kundinnen und Kunden. Mit meiner Expertise und Ihrem know-how schaffen wir Innovationen, entwickeln Lösungen und öffnen Türen ins Neuland. Die Vertiefung, Erweiterung und passgenaue Anwendung gebündelter Fähigkeiten stärkt das Handlungsrepertoire. In volatilen Zeiten brauchen wir Lernen und Entwicklung wie sauberes Wasser und reine Luft als Quellen für Erfolg, Lebensqualität und Sinnerleben. Betrachten Sie mich als erfahrenen Scout und Wegbegleiter auf dem mitunter dornigen Weg zum Ausschöpfen von Potenzialen.

 

Wer die eigenen Handlungsspielräume ausbauen will, persönliche Kompetenzen vertiefen möchte und in den jeweiligen Rollen Qualität, Nutzen und Werte schaffen will, der findet bei mir den richtigen Partner auf Augenhöhe: für die Entwicklung und Umsetzung Ihrer Ziele; für den Aufbruch in jene Gefilde, wo Ihre Innovationen zu finden sind!

 

Das gymnasiale Soziotop am BG/BRG Leoben neu entfaltete die Welt des Wissens in faszinierender Weise: von Experimenten im Chemieunterricht über die Entstehungsgeschichte der Erde, dem quellengeleiteten Tauchgang in die Geschichte bis zu den Schätzen der Literatur. Im Gymnasium dämmerten mir erste Einsichten, wie der Ertrag jedes Soziotops steigerbar ist: Ergänzend zum Naturdünger der Förderung und Forderung bedarf es stets der umsichtigen Gärtner und feinsinnigen Moderatoren. Sie verknüpfen behutsam die Möglichkeiten des Soziotopes mit den Ressourcen seiner Nutzer, um selbstgesteuerte Lernprozesse zu entfachen. Die Neugierigen und Kreativen spürten bald, dass das Erlernte nur in Möglichkeitsräumen neue Praxis zu entwickeln vermag.

 

Das universitäre Soziotop eröffnete via Selbstaneignung und Selbstreflexion den vertiefenden Blick hinter alle bislang erlebten Soziotop-Erfahrungen. Die Erprobung der Rollen erweiterte meine Denk- und Handlungsspielräume. Längst agierte der mit Neugier Lernende in zahlreichen beruflichen Rollen stets als Übender und Trainierender.

 

Mit der Zeit entwickelten sich einige Soziotope zu beruflichen Bühnen. Ob als Projektmanager, Präventionsfachmann, Lehrer, Erwachsenenbildner, Laufschuhverkäufer, Geschäftsführer, Vereinsvorstand oder Unternehmer: Am Schnürboden der Arbeitswelt konnte ich tagaus, tagein Rollenvielfalt zelebrieren, dabei ständig hinzulernen, mich weiterentwickeln, mich am Erfolg erfreuen.

 

Die Soziotope und ihre Rollen ließen mich zum Glück auch Unglück, Misserfolge und Scheitern erfahren und akzeptieren. Daraus erwuchs meine unerschütterliche Zuversicht, es jeden Tag aufs Neue zu versuchen, das Menschenmögliche einzusetzen, niemals zu resignieren. Ich gehöre zu den wenigen Unternehmern und Führungskräften, die über ihr Scheitern ebenso offen und ehrlich reden wie über ihre Erfolge und vor allem: was ich aus Scheitern, Krisen, Konflikten und Unglück alles lernen durfte!

 

Förderung und Forderung, richtig dosiert und gemixt, sind ein Naturdünger des Gedeihens im jeweiligen Soziotop. Der Naturdünger muss freilich auf Neugier, Interesse und starke Motive treffen, um Motivation für Lernprozesse zu initiieren. Diese Erfahrung durfte ich zeitlebens machen: in der elterlichen Zimmerei mit angrenzender Tankstelle: die ideale Arena für Abenteuer, Kreativität und die erfindungsreiche Nutzung von Werkzeugen. Ob Waldlager, Schneeburgen oder Bogenbau: Die Werkzeuge und die Werkstoffe entzündeten das helle Licht meines kindlichen Erfindergeistes. Damals wie heute!

 

Ex nihilo nihil! Oder wie es der Philosoph Peter Sloterdijk ausdrückt: Auf dem Planeten der Übenden gelte es immer, Vertikalspannungen zu überwinden. Das beginnt beim morgendlichen Aufstehen von der Horizontalen in die Vertikale. Es setzt sich fort beim Überwinden von Hindernissen, beim Lösen von Problemen; buchstäblich im Alpinismus, in vergleichbaren Sportarten mit hohen Risiken, in der Musik, Kunst und Literatur, kurzum: beim Hervorbringen von Neuem und von Höchstleistungen.

 

Fähigkeiten entstehen nicht nur durch autopoetische Selbstertüchtigung. Im Gymnasium, an der KFUG Graz, in der Praxisakademie der Handwerksberufe, bei den Einsatzorganisationen und im Bergsport arbeitete ich mit brillanten Lehrmeistern und Vorbildern zusammen. Sie ließen mich tun und machen, anrennen und scheitern, ausprobieren und verzweifeln. Sie halfen mir jedoch immer wieder auf die Beine, munterten mich auf, spornten mich zu weiteren Versuchen an. Sie führten lehrreiche Gespräche mit mir, verfügten über Geduld und Wertschätzung gegenüber dem jungen, ungeduldigen Spund. 

 

Meine vielfältigen Rollen, in denen ich mich bewähren durfte, seien abschließend aufgelistet: Zuaroacher[1] der Zimmerer, Helfer, Nachhilfelehrer, Koordinator der Leitstelle von Feuerwehr und Rotem Kreuz, Studierender, Wissenschafter, Lehrer, Erwachsenenbildner, Moderator, Trainer, Projektmanager, Vermarkter, Texter, Herausgeber, Vereinsmanager, Unternehmer, Netzwerker, Bergsteiger, Schilangläufer, Marathonläufer, … und liebender Vater von zwei wunderbaren Töchtern: die allerschönste und edelste Lebensaufgabe im familiären Soziotop!

 

[1] Das obersteirische „Zuaroachen“ bezeichnete das „Reichen der Werkzeuge und Materialien von Hilfskräften an die Facharbeiter“. Als qualifizierter Helfer durfte ich u.a. bereits einzelne Facharbeiten verrichten und die im Mathematikunterricht gelernten Winkelfunktionen im Dachstuhlbau anwenden.

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